Tremba GmbH

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Elektromagnete und Hubmagnete

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Orientierung heißt Wissen. Hier finden Sie einige wichtige Begriffe erläutert sowie eine Liste oft gestellter Fragen ("OGF").

 

Orientierung.


 1. OGF - oft gestellte Fragen

Warum gibt es Preisunterschiede bei scheinbar gleichen Elektromagneten?

Magnet ist nicht gleich Magnet. Es gibt erhebliche Unterschiede in Konstruktion, Material und Fertigungsqualität. Grundregel:

  • billig ist das Bauteil, für das Sie am wenigsten bezahlen.
  • günstig ist das Bauteil, bei dem Sie das bezahlen, was Sie wirklich brauchen.
  • teuer ist das Bauteil, das nur nach Preis ausgewählt nicht Ihren Anforderungen standhält

Für die Auswahl entscheidend sind Anforderungen und Budget. Deshalb bieten wir hinsichtlich Qualität und Preis ein breites Produkt-Spektrum und eine unabhängige Beratung an.

Zeigt die Webseite alle verfügbaren Modelle?

Nein. Was Sie hier finden ist eine Auswahl an weiträumig modifizierbaren Basismodellen.

Ab welcher Stückzahl liefern Sie Elektromagnete in Sonderanfertigung?

Ab Stückzahl 1.

Der Magnet wird heiß - ist er defekt?

Eine Erwärmung der Elektromagnete und Hubmagnete bei Betrieb ist normal. Design der Anwendung, sowie Auswahl und Ansteuerung des Magneten beeinflussen das Temperaturverhalten jedoch maßgeblich. Speziell bei Betätigungsmagneten lässt sich mit einer passenden Ansteuerung die Erwärmung reduzieren und gleichzeitig die Hubkraft in der oft entscheidenden Anzugsphase steigern.

Für welche Spannungen gibt es die Magnete?

Abhängig vom Modell sind Spulenspannungen von ca. 2 bis 200 VDC und 230 VAC möglich. Als Standarspannungen gelten pauschal 12 VDC, 24VDC und 230VAC.

Wieso steigt die elektrische Leistung, wenn die relative Einschaltdauer sinkt?

Die relative Einschaltdauer ist streng genommen eine prozentuale Angabe zwischen eingeschalteter Zeit und gesamter Zykluszeit. Gleichzeitig hat sich der Begriff rel. ED auch als Maß der Übersteuerung eingebürgert. Hier gilt: je geringer die rel. ED umso höher die Übersteuerung.

Wie kann man Elektromagnete/Hubmagnete übersteuern?

Durch Steigerung des Spulenstromes. Mit der Übersteuerung steigen Schaltgeschwindigkeit, Kraft, Hubweg, Erwärmung und Verschleiß.

Wie steuert man bidirektionale und arretierende Hubmagnete wie z.B. "HMA-xxx"-Serie an?

Im Prinzip ist die Ansteuerung bidirektionaler, monostabiler und bistabiler Hubmagnete recht einfach. Sie optimal, also mit höchstmöglichem Wirkungsgrad, anzusteuern setzt etwas Erfahrung voraus. Setzen Sie sich einfach mit unserem technischen Service in Verbindung.

Ist die Stärke eines Elektromagneten abhängig von der Spulenspannung?

Grundsätzlich nein: beispielsweise eine 6 V-Ausführung (100%) hat die gleichen Haltekräfte wie eine 12V-Ausführung (100%). Im Detail gibt es leichte Abweichungen die jedoch in den meisten Anwendungen den mechanischen und anderen Toleranzen untergeordnet sind.

Kann man die Elektromagnete auch mit Batterie betreiben?

Ja. Mit einer entsprechenden Vorschaltung kann dabei die Belastung der Batterie reduziert und damit die Lebensdauer gewahrt werden.

Was ist die DIN/VDE 0580?

Die DIN/VDE 0580 ist eine Norm zum Thema Elektromagnete. Ein Elektromagnet, der diese DIN erfüllt, ist pauschal als hochwertiger einzustufen als einer, der sie nicht erfüllt. Beispielsweise wird bei Discount-Magneten i.d.R. die Haltekraft bei kalter Spule angegeben. Ein Magnet hat aber bei Betrieb keine kalte Spule. Die tatsächlichen Kräfte im Betrieb liegen z.T. über 20% niedriger.


2.1. Begriffe: Betätigungsmagnete

Betätigungsmagnete

Betätigungsmagnet ist der Sammelbegriff für elektromagnetische Aktoren die elektrische Energie in mechanische Energie umwandeln. Betätigungsmagnete sind z.B.:

  • Hubmagnete
  • Drehmagnete
  • Hubdrehmagnete
  • Spreizmagnete
  • Wechselstrommagnete
  • Zylinderhubmagnete (Zylindermagnete)
Linearmagnete

Linearmagnet ist ein Synonym für Hubmagnet.

Hubmagnete

Hubmagnet bezeichnet Betätigungsmagnete mit linearer Bewegung. Je nach Design können Hubmagnete ziehen, drücken oder beides.

Hubdrehmagnete

Hubdrehmagnete sind Betätigungsmagnete, genauer Hubmagnete, die eine lineare Bewegung mechanisch in eine Drehbewegung umwandeln. Sie werden gern als günstige Alternative für echte Drehmagnete verwendet. Wichtig dabei: Hubdrehmagnete  führen neben der Drehbewegung auch eine kleine lineare (axiale) Bewegung aus. Das sollten Sie in Ihrer Anwendung konstruktiv berücksichtigen.

Drehmagnete

Drehmagnete sind Betätigungsmagnete, die eine Drehbewegung erzeugen. Im Unterschied zu Hubdrehmagneten erfolgt dies ohne axiale Verschiebung.

Spreizmagnete

Spreizmagnet ist die Bezeichnung für Hubmagnete mit extem hohen Kräften. Einsatzbereich sind z.B. Bremsen. Hier wird unterschieden zwischen einfach wirkenden Spreizmagneten und Doppelspreizmagneten.

Wechselstrommagnete

Grundsätzlich können wir Ihnen fast jeden Magneten für den Anschluß an Wechselstrom liefern. Als Wechselstrommagnete bezeichnen wir jedoch nur die Magnete, die auch konstruktiv speziell für den Betrieb an Wechselspannung ausgelegt sind. Diese "echten" Wechselstrommagnete verhalten sich mechanisch wie elektrisch anders als Gleichstrommagnete!


2.2. Begriffe: Eigenschaften

freilaufend

In unbestromten Zustand ist der Tauchkern freilaufend, d.h. er ist nahezu kraftlos beweglich.

arretierend

In unbestromten Zustand hält der Tauchkern in einer oder mehreren Position fest. Das kann die eingefahrene, ausgefahrene oder eine Mittelposition sein. Je nach Anzahl dieser Positionen ist der Magnet:

  • monostabil
  • bistabil
  • tristabil
monostabil

Der Betätigungsmagnet hält in einer Position stromlos. I.d.R. ist das die eingefahrene Position.

bistabil

Der Betätigungsmagnet hält in zwei Position stromlos. I.d.R. sind das die eingefahrene und ausgefahrene Position.

tristabil

Der Betätigungsmagnet hält in drei Positionen stromlos . I.d.R. sind das die beiden Endpositionen und eine Mittelstellung.

bidirektional

Der Betätigungsmagnet arbeitet in zwei Richtungen. Beispiel: ein bidirektionaler Hubmagnet kann am gleichen Ende mit definierter Kraft sowohl drücken als auch ziehen.


3. Abkürzungen

rel. ED

relative Einschaltdauer = Einschaltzeit / (Einschaltzeit+Auschaltzeit) x 100%

max. ED

Zeit in Sekunden, die der Magnet maximal eingeschaltet ist

 

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